geh.recht - Pflege geht uns alle an
Thema des Jahresempgangs des Evang.-Luth. Dekanats Augsburg war 'geh.recht - Pflege geht uns alle an'. Nach einem Vortrag von Rektor Heinrich Götz sprach Dekan Fritz Graßmann folgende Fürbitte und Segen:
Gott, unser Vater, dein Sohn Jesus Christus hat am Kreuz die äußersten Grenzen des menschlichen Lebens erfahren und überwunden.
In seinem Namen bringen wir unsere Bitten vor dich:
Wir bitten dich für die Menschen, die Pflege benötigen,
- weil sich ihr Leben dem Ende zuneigt,
- weil sie von schlimmer Krankheit betroffen sind
- weil Vergessen nach ihnen greift und sie aus unserer Mitte fort trägt
Stehe ihnen bei auf ihrem Weg. Lass ihnen Menschen
begegnen, die sie mit Liebe begleiten und ihnen Mut machen.
Wir bitten dich für alle, die kranke Menschen pflegen
oder einen medizinischen Beruf ausüben:
Gib ihnen Kraft für ihren Einsatz und schenke ihnen täglich
die Gewissheit, dass ihr Dienst am Einzelnen
deine Botschaft der Liebe weiter trägt. Hilf ihnen aber auch, für sich selbst zu sorgen und die Unterstützung anderer anzunehmen.
Wir bitten dich für die Verantwortungsträger bei uns und anderswo, in Staat, Wirtschaft, Gesundheitswesen und Kirche:
Nicht nur die Kriterien von Geld und Effizienz dürfen ihre Entscheidungen bestimmen. Wecke in ihnen das Bewusstsein, dass kranke und alte Menschen die Solidarität der Gemeinschaft benötigen, und eine Gesellschaft gerade am Umgang mit den Schwachen ihre Stärke zeigt.
Wir bitten dich für uns. Oft fühlen wir uns gegenüber Not und Leid machtlos. Doch mit Dir ist nichts unmöglich. Gib uns Mut und ein offenes Herz, auf Menschen, die unsere Pflege und Fürsorge brauchen, zuzugehen.
Gib uns den Willen und die Energie, für eine menschenwürdige Pflege einzutreten, in unserem Land, aber auch dort, wo kranke und alte Menschen oft noch viel hilfloser sind als bei uns.
Gott, unser Vater
Wir vertrauen darauf, dass du unsere Bitten erhörst,
die gesprochenen und die unausgesprochenen, die gestammelten und auch die vergessenen. So beten wir gemeinsam:
Segen
GOTT SAGT:
IN DAS DUNKEL DEINER VERGANGENHEIT
UND IN DAS UNGEWISSE DEINER ZUKUNFT,
IN DEN SEGEN DEINES HELFENS
UND IN DAS ELEND DEINER OHNMACHT
LEGE ICH MEINE ZUSAGE:
ICH BIN DA.
IN DAS SPIEL DEINER GEFÜHLE
UND IN DEN ERNST DEINER GEDANKEN,
IN DEN REICHTUM DEINES SCHWEIGENS
UND IN DIE ARMUT DEINER SPRACHE
LEGE ICH MEINE ZUSAGE:
ICH BIN DA.
IN DIE FÜLLE DEINER AUFGABEN
UND IN DIE LEERE DEINER GESCHÄFTIGKEIT,
IN DIE VIELZAHL DEINER FÄHIGKEITEN
UND IN DIE GRENZEN DEINER BEGABUNG
LEGE ICH MEINE ZUSAGE:
ICH BIN DA.
IN DAS GELINGEN DEINER GESPRÄCHE
UND IN DIE LANGEWEILE DEINES BETENS,
IN DIE FREUDE DEINES ERFOLGES
UND IN DEN SCHMERZ DEINES VERSAGENS
LEGE ICH MEINE ZUSAGE:
ICH BIN DA.
IN DIE ENGE DEINES ALLTAGS
UND IN DIE WEITE DEINER TRÄUME,
IN DIE SCHWÄCHE DEINES VERSTANDES
UND IN DIE KRAFT DEINES HERZENS
LEGE ICH MEINE ZUSAGE:
ICH BIN DA.
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