Maria und Joseph ...

... schlicht gekleidet, ein nacktes Christuskind mit dem Gesicht eines Erwachsenen und davor die Großen der Welt - sogar ein Indianer ist dabei - in kostbaren Gewändern, mit prunkvollen Waffen und großem Gefolge. Von Abraham van Diepenbeeck, einem Rubensschüler, bekannt für seine groß-formatigen Bilder und für Tapetengemälde, stammt diese Anbetung der Könige.
Viele Menschen bei uns feiern in diesen Tagen Weihnachten wie die Könige: Aus der Sicherheit und Wärme unserer Häuser und Wohnungen, die bequemer sind als alle Paläste der Vorfahren, brechen wir auf, nehmen uns Zeit füreinander und für das menschgewordene Gotteskind und kehren dann in unsere Sicherheit und unseren Alltag zurück. Andere Menschen feiern Weihnachten eher wie die Hirten. Aus der Unbehaustheit und der nächtlichen Einsamkeit ihrer Felder finden sie zum Kind und kehren von dort in ihre unsichere Zukunft und ihre Heimat-losigkeit zurück.
Ob als Hirten oder Könige sollen wir die Botschaft hören und aus ihr leben: Euch ist heute der Heiland geboren. Diese Welt ist Gottes Zuhause. In diesem Kind wird er selbst Mensch, Teil dieser Welt. Seither gilt: auch die Dunkelheiten und das Leid in der Welt sind umschlossen von seiner Gegenwart und Nähe. Wo wir füreinander einstehen und einander zum Leben helfen, sind wir dem Kind ganz nah und fällt der weihnachtliche Glanz auch auf unser Leben.
Frohe Weihnachten wünscht
Ihre Augsburger Dekanekollegium
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