Verleihung des Augsburger Friedenspreises 2025

Der Augsburger Friedenspreis

Seit 1985 vergeben die Stadt Augsburg und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern gemeinsam den Augsburger Friedenspreis. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise für ein tolerantes und friedliches Miteinander von Religionen, Kulturen und Konfessionen einsetzen. Der mit 12.500 Euro dotierte Preis wird grundsätzlich im Dreijahresrhythmus verliehen. Bekannt gegeben wird die Preisträgerin oder der Preisträger traditionell am 8. August, dem Augsburger Hohen Friedensfest. Die feierliche Preisverleihung findet im Herbst statt. 

Friedenspreis 2025 für Dr. Josef Schuster 

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Plössel / Stadt Augsburg

Den Augsburger Friedenspreis 2025 erhielt Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Die Jury würdigte damit seinen langjährigen Einsatz für Verständigung und Toleranz sowie gegen Antisemitismus und Rassismus. Schuster setzt sich für den interreligiösen Dialog, die Sichtbarkeit jüdischen Lebens und ein respektvolles gesellschaftliches Miteinander ein.

Dekan und Juryvorsitzender Frank Kreiselmeier hob insbesondere Schusters Engagement gegen Hass und Hetze sowie für eine lebendige Erinnerungskultur hervor. 

Die feierliche Preisverleihung fand am 17. November 2025 im Parktheater im Kurhaus Göggingen statt. Die Laudatio hielt der frühere Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert. 

Ein Preis für Frieden, Verständigung und religiösen Dialog 

Der Augsburger Friedenspreis erinnert an die besondere Friedensgeschichte der Stadt und knüpft an die Tradition des Augsburger Hohen Friedensfestes an. Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger kommen aus Kirche, Politik, Gesellschaft und Medien und stehen auf unterschiedliche Weise für Verständigung und friedliches Zusammenleben. 

Zu ihnen zählen unter anderem Richard von Weizsäcker, Michail Gorbatschow, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und Kardinal Reinhard Marx sowie die Journalistin Katrin Eigendorf. Die Jury besteht aus Vertretern der evangelischen und der katholischen Kirche sowie der Stadt Augsburg. Den Vorsitz hat der Regionalbischof im Kirchenkreis Schwaben-Altbayern. 2025 wurde der Friedenspreis anlässlich des 375-jährigen Jubiläums des Augsburger Hohen Friedensfestes ausnahmsweise bereits zwei Jahre nach der vorangegangenen Verleihung vergeben.


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