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Prävention sexualisierter Gewalt

Im Verdachtsfall 

Wichtig ist: Niemand muss mit einem Verdacht allein bleiben. Wer Anhaltspunkte von sexualisierter Gewalt wahrnimmt, sollte sich Beratung holen. Besteht nach Klärung ein begründeter Verdacht, ist eine Meldung an die Meldestelle vorgesehen. 

Im Umgang mit Betroffenen gilt: Zuhören, Ruhe bewahren, nichts versprechen, was nicht gehalten werden kann, und gemeinsam die nächsten Schritte klären. Entscheidend ist, dass Betroffene wieder mehr Kontrolle über die Situation gewinnen. 

Beratung und Kontakt 

Wer Fragen hat, Beratung sucht oder einen Verdachtsfall melden möchte, kann sich an unsere Präventionsbeauftragten wenden. Die Dekanatsbeauftragten für Prävention sind: 

Beate Schabert-Zeidler 
E-Mail: beate.schabert-zeidler@elkb.de 

Pfarrer Peter Gürth 
E-Mail: peter.guerth@elkb.de 

Das vollständige Schutzkonzept des Dekanats finden Sie hier: 

Weitere Hilfsangebote 

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) hat eine Fachstelle für den Umgang mit sexualisierter Gewalt in der ELKB. Dort finden Sie auch Informationen und Kontaktmöglichkeiten zu folgenden Punkten:

  • Ansprechstelle für Betroffene: Wem durch einen kirchlichen Mitarbeitenden sexualisierte Gewalt zugefügt wurde, kann sich vertraulich an die „Ansprechstelle für Betroffene“ wenden.
  • Meldestelle: Beratung zur Einordnung eines Vorfalls, zur Meldepflicht und zu weiteren Handlungsschritten.
  • Präventionsteam: Beratung zu Schutzkonzepten, Prävention und Schulungen.
  • Anerkennungsleistungen: Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu finanziellen Anerkennungsleistungen.

Die zentrale Anlaufstelle.help ist zusätzlich eine unabhängige und kostenlose Beratungsstelle für Betroffene von sexualisierter Gewalt in Kirche und Diakonie. Sie bietet eine anonyme Erstberatung, professionelle Hilfe, unabhängige Unterstützung und Strukturkenntnis in evangelischer Kirche und Diakonie. Die Anlaufstelle vermittelt auf Wunsch an kirchliche und diakonische Ansprechstellen weiter und informiert auch über alternative und unabhängige Beratungsangebote. Die Zentrale Anlaufstelle.help ist montags bis donnerstags von 10:00 bis 12:00 Uhr erreichbar unter: 0800 5040112.

Die Arbeit in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und ihrer Gemeinden lebt durch Beziehungen von Menschen miteinander und mit Gott. Unsere Arbeit mit allen Menschen, insbesondere mit Kindern, Jugendlichen und Schutzbefohlenen ist getragen von Respekt, Wertschätzung und Vertrauen.

Diese Haltung findet Ausdruck im folgendem Verhaltenskodex

  1. Ich trage dazu bei, ein sicheres, förderliches und ermutigendes Umfeld für mir anvertraute Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, zu schaffen und/oder zu erhalten. Diese Haltung pflege ich auch im Umgang mit Kolleginnen und Kollegen, mir zugeordneten Mitarbeitenden und Vorgesetzten.
  2. Ich trage dazu bei, alles zu tun, damit durch meine Tätigkeit keine sexualisierte Gewalt, Vernachlässigung und andere Formen der Gewalt möglich werden.
  3. Ich bemühe mich, die individuellen Grenzempfindungen der Menschen um mich herum wahrzunehmen und zu respektieren.
  4. Ich bin mir meiner besonderen Verantwortung als Mitarbeiter:in bewusst, gestalte einen verantwortungsvollen Umgang in Bezug auf Nähe und Distanz und missbrauche meine Rolle nicht. 
  5. Ich beachte das Abstands- und Abstinenzgebot und nutze meine Funktion nicht für sexuelle Kontakte zu mir anvertrauten Menschen.
  6. Meine Kommunikation ist respektvoll und wertschätzend, sowohl im direkten Gespräch, als auch in der Kommunikation im digitalen Raum.
  7. Ich will jedes unangemessene Verhalten anderen gegenüber vermeiden und bin ansprechbar, wenn anderen an meinem Verhalten etwas Unangemessenes auffällt. 
  8. Wenn ich (mir oder anderen gegenüber) eine Grenzüberschreitung im Rahmen meiner Tätigkeit bemerke oder von ihr erfahre, schaue ich nicht weg, sondern wende ich mich an die Ansprechpersonen oder kann mich bei Fachberatungsstellen beraten lassen. 
  9. Ich werde entsprechend dem Interventionsplan meiner Kirchgemeinde vorgehen, wenn ich sexuelle Übergriffe oder strafrechtlich relevante sexualisierte Gewalt wahrnehme.

Schulungen zum Thema Prävention von sexualisierter Gewalt

Schulungen und Fortbildungen spielen eine entscheidende Rolle bei der Sensibilisierung zum Thema Prävention sexualisierter Gewalt. Sie zielen darauf ab Mitarbeitende sprach- und handlungsfähig in diesem Bereich zu machen.

Nach der Richtlinie der Evangelischen Kirche in Deutschland zum Schutz vor sexualisierter Gewalt sollen alle ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeitenden in der Evangelischen Kirche zum Thema sexualisierte Gewalt geschult werden. Dabei gibt es unterschiedliche Formate, die sich am Einsatzfeld orientieren. Die Tabelle unter dem folgenden Link veranschaulicht, wer an einer „Basisschulung zur Prävention von sexualisierter Gewalt“ teilnehmen soll und für wen eine „Sensibilisierungseinheit“ ausreichend ist: Übersicht_Schulungen.

Basisschulungen zur Prävention von sexualisierter Gewalt werden inzwischen hauptsächlich von Multiplikator*innen vor Ort durchgeführt. Erkundigen Sie sich hierfür bei der präventionsbeauftragten Person im Dekanat. Sollten Sie selbst eine Schulung organisieren wollen, so finden Sie einige der Multiplikator*innen über folgende Plattform: Multiplikator/innen finden / hinschauen – helfen – handeln.


 

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